CFD

Hebelprodukte

Was sind Hebelprodukte?

Hebelprodukte sind Wertpapiere, deren Kursbewegungen überproportional von anderen Basiswerten (wie z.B. Aktien, Indizes, Anleihen, Rohstoffe, Währungen) teilhaben. Typische Hebelprodukte sind z.B. CFDs, Knock Out Zertifikate oder Optionsscheine.

Hebel bedeutet in diesem Fall: Man kann mit wenig Kapitaleinsatz deutlich höhere Profite erzielen, weil man mich wenig Kapitaleinsatz höheres bewegen kann. Wenn wir also für 100 Euro gewöhnliche Aktien kaufen und der Kurs um 10 % steigt, haben wir einen Gewinn von genau 10 Euro (Steuern und Gebühren zählen wir zum besseren Verständnis nicht mit). Mit Hebelprodukte können wir mit 10 Euro Einsatz 100 Euro verdienen. Das klingt zwar zunächst sehr lukrativ, jedoch haben Hebelprodukte auch Risiken. Denn, wer mit 10 Euro Einsatz 100 Euro Gewinne rausholen kann, könnte auch ganz schnell mit 10 Euro Einsatz sein eingesetztes Geld verlieren. Unten erklären wir euch, wie genau sich der Hebel errechnen lässt.

Was sind CFDs?

Die Abkürzung CFD steht für Contracts for Difference. Ins Deutsch übersetzt hat es die Bedeutung „Differenzgeschäfte“ oder auch „Differenzkontrakt“. Sie wurden ursprünglich in den 1980er Jahren in London entwickelt. Der Grund dafür war, dass damals der britische Staat bei jeder Aktientransaktion eine Steuer kassiert hat. Um dieser Steuer legal zu entgehen, haben Investoren die Differenzkontrakte entwickelt. Mit CFDs kauft man keine Anteile eines Unternehmens über die Börse, sondern trifft eine Vereinbarung mit dem jeweiligen Broker oder der Bank. Dieser kauft dann auf Ihren Wunsch Aktien, wobei der Wert dieser Vereinbarung sich dann aus dem Zeitpunkt des Kaufes und Verkaufes ergibt. Also die Kursdifferenz zwischen Ein- und Ausstiegspunkt. Eine interessante aber auch riskante Eigenschaft von CFDs ist die Hebelwirkung. Beim Kauf von CFDs mit Hebelwirkung müssen Sie nur einen kleinen Teil bezahlen. Dieser kleine Teil wird „Margin“ genannt und gilt als Sicherheitsleistung für den Broker. Die Höhe der Margin richtet sich nach der Anlageklasse des zugrunde liegenden Basiswerts.

CFD Handel mit Hebelwirkung

Wir möchten euch den CFD Handel mit Hebelwirkung anhand eines Beispiels erklären.

 

Sie möchten 10 CFDs kaufen

Der aktuelle Kurs beträgt 100 Euro

Die Margin von Aktien beträgt 5 %

 

Wir berechnen die Margin also wie folgt: 10 CFDs x 100 Euro / 5 % = 200 Euro

Diese Margin (Sicherheitsleistung) von 200 Euro muss von dem Anleger mindestens aufgebracht werden, um diese CFDs kaufen zu können. Da wir jetzt 10 CFDs gekauft haben, handeln wir auf Grund der Hebelwirkung mit einem Wert von 1000 Euro.

Wenn wir auf steigende Kurse (long) gesetzt haben und der Kurs um 10 % gestiegen ist, haben wir einen Gewinn von 100 Euro gemacht.
(1000 Euro x 10 % / 100 = 100 Euro)

Mit einem Einsatz von 200 Euro haben wir also 100 Euro Profit gemacht.

Die Hebelwirkung hat natürlich auch eine Kehrseite, die wir keinesfalls vergessen sollten!
Deshalb sollten ausschließlich Summen eingesetzt werden, deren Totalverlust zu verschmerzen ist!

Wenn wir auf sinkende Kurse (short) gesetzt haben und der Kurs aber um 10 % steigt,haben wir einen Verlust von 100 Euro gemacht. Sollte der Kurs sogar um 20 % fallen, wird der Einsatz von 200 Euro verloren sein.
(1000 Euro x 20 % / 100 = 200 Euro)

Somit ist ihre Sicherheitsleistung aufgebraucht und Sie befinden sich in der sogenannten Margin Call (Nachschusspflicht).