Immobilienfonds

offene Immobilienfonds

Was sind Immobilienfonds und wie funktionieren sie?

Ich denke, wir alle haben schon mal darüber nachgedacht, sich eine Immobilie als Kapitalanlage zuzulegen, um dann irgendwann mal durch regelmäßigen Mieteinnahmen leben zu können. Die meisten jedoch schrecken vor den hohen Immobilienkosten zurück und suchen nach einer vernünftigen Alternative. Für jeden der in Immobilien investieren möchte, jedoch nicht die Immobilien selbst kaufen will, bietet sich die Möglichkeit Anteile an diesen zu kaufen. Diese nennen sich Immobilienfonds. Wir widmen uns zunächst der Frage „Was sind Immobilienfonds?“.

Die sogenannten Immobilienfonds sind Investmentfonds, dessen Rendite sich aus den Mieteinnahmen und eventuellen Wertsteigerungen ergeben. Diese Fondsart gehört zu den beliebtesten Anlageformen und wird grundsätzlich von Privatanlegern genutzt. Mindestens 51 % des verwalteten Kapitals wird in bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Erbbaurechte investiert. Zu den bebauten Grundstücken gehören z.B. Einkaufszentren, Mehrfamilienhäuser, Hotels, Logistikzentren, Ärztehäuser, Moderne Seniorenheime oder auch Geschäftsgebäuden. Grundsätzlich wird der größere Teil des Kapitals meist in Büro- und Gewerbeimmobilien investiert, weil diese weniger Aufwand in der Verwaltung haben und bessere Erträge erwirtschaften können. Allgemein aber gelten bei den Fonds der Entfall von Verwaltungsaufgaben, Auseinandersetzungen mit Mietern oder sonstige Verwaltungsaufgaben. Ein weiterer Vorteil ist die solide Wertentwicklung. Man unterscheidet hier zwei Arten der Immobilienfonds: zum einen sind es die offenen und zum anderen sind es die geschlossenen Immobilienfonds.

Eine Anlage in Immobilien-Anteile ist grundsätzlich eine langfristige Investition und hat eine Mindestanlagedauer von 24 Monaten. Wer sein Immobilienfonds auflösen möchte, muss diese mindestens 12 Monate vorher kündigen. Bis dahin arbeitet das Geld natürlich weiter und erwirtschaftet weiter die Erträge.

Offene und geschlossene Immobilienfonds  geschlossene Immobilien

Der größte Unterschied zwischen beiden Fondsarten ist, dass sich geschlossene Immobilienfonds meist auf ein bis zwei Immobilien beziehen. Sie zeichnen sich damit aus, dass Anleger sich einem Miteigentum für einen bestimmten Zeitraum erwerben. Das erforderliche Geld wird solange eingesammelt und erst dann „geschlossen“, sobald der erwünschte Betrag zusammen gekommen ist. Geschlossene Immobilienfonds sind demnach sehr spekulativ und daher nur für erfahrene Anleger geeignet. Zudem werden für geschlossene Immobilienfonds grundsätzlich Investitionssummen von mehreren tausend Euro benötigt und i.d.R. Mindestlaufzeiten von bis zu 10 Jahren haben kann. Wer sich für offene Immobilienfonds entscheidet, investiert hierbei meist auf mehrere verschiedene Objekte. Denn offene Immobilienfonds funktionieren quasi wie Indexfonds / ETFs. Die große Streuung des Kapitals in mehrere Immobilienfonds mindert das Verlustrisiko.

Bevor Sie also in irgendwelche Fonds investieren möchten, machen Sie sich ausreichend Gedanken über ihre Anlageziele. Stellen Sie sich die Frage, ob ihr Geld für eine langfristige Investition geeignet ist und erkundigen Sie sich ausführlich über den Standort und Qualität der Immobilie.