Fonds & ETFs

Fonds

Was sind Fonds?

Fonds (franz. = Kapital), oder auch Investmentfonds genannt, kann man sich als einen großen virtuellen Topf vorstellen, wo Anleger ihr Geld einzahlen können. In diesem Topf befindet sich nicht nur eine Unternehmensaktie, sondern gleich mehrere von unterschiedlichen Unternehmen der gleichen Branche. Diese Fonds werden von den Banken oder von Investmentgesellschaften aufgelegt. Anteile eines Investmentfonds können bei der Bank, beim Disountbroker (Zum Broker Vergleich) oder bei den Fondsgesellschaften erworben werden.

Was sie wissen sollten: Auch Investmentfonds haben ihre Vorteile. Eines davon wäre, dass der Anleger sich nicht selbst darum kümmern muss, in welche Werte das Fondvermögen investiert werden soll. Wer sich für den Kauf von Fonds entscheidet, beauftragt hier einen Fondsmanager. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass der Anleger bereits mit geringem Kapitaleinsatz eine breite Verteilung des investierten Kapitals erzielen kann. Da das Fondsvermögen in viele hunderte Aktien investiert werden kann, ist die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes gleich null. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Fondsmanager keinesfalls mehr als 10 Prozent des eingesetzten Kapitals in Wertpapiere eines einzelnen Unternehmens investieren dürfen.

Wird ein Fondmanager beauftragt, spricht man hier von aktiven Fonds. Verwaltet man jedoch seine Fonds selbst über den Broker, spricht man hier von passiven Fonds.

Was sind Indexfonds / ETFs?

Indexfonds gehören zu den Exchange Traded Funds (ETFs). Ein Indexfonds ist ein Investmentfonds, der aus einem Topf voller Unternehmen besteht, welcher einen Aktienindex möglichst genau nachbilden soll. Ein Beispiel hierfür kann der deutsche Leitindex DAX, der amerikanische Aktienindex S&P 500 oder der Weltaktienindex MSCI World sein. Diese Fondsart, welcher den DAX nachbilden soll, müsste also möglichst aus denselben 30 Unternehmen bestehen. Anstatt also alle 30 Aktien einzeln zu kaufen, können Anleger einen ETF-Anteil des DAX ins Depot nehmen.

Vor- und Nachteile von ETFs

Der Vorteil an Indexfonds im Gegensatz zu gewöhnlichen Investmentfonds ist die höhere Rendite. Wer mit den äußerst niedrigen Sparbuchzinsen nicht zufrieden ist, kommt an den Kauf von Wertpapiere nicht vorbei. Ein weiterer Vorteil ist die sofortige Handelbarkeit der ETFs und die Kalkulierung der Preisfeststellung von Gebühren. Zusätzlich kann der Anleger Gebühren sparen, indem er auf einen Fondsmanager verzichtet. Viele Online Broker bieten nämlich kostenlose Wertpapierdepots an, wo man auch Indexfonds investieren kann.

Wie alle Wertpapieranlagen haben auch Indexfonds ihre Nachteile. Zum einen fallen beim Kauf von Fonds jährliche Gebühren an, was beim Kauf von normalen Unternehmensaktien nicht der Fall ist. Die Höhe der Kosten werden an dem sogenannten „TER“ (Total Expense Ratio) bei dem jeweiligem Broker angegeben. Wenn die TER also bei 0,5 % liegt und wir 10.000 Euro anlegen möchten, fallen jährliche Gebühren von 50 Euro an. Diese werden im Anschluss vom Gewinn abgezogen. Kaufen wir jedoch Aktien, zahlen wir Ordergebühren. Diese fangen i.d.R. bei den meisten Brokern ab 5 Euro pro Trade an.